Greenwashing, Directive (EU) 2024/825 & das Omnibus-Paket

Warum Greenhushing zum Wettbewerbsnachteil werden kann

Die Welt der ESG- und Nachhaltigkeitskommunikation hat sich grundlegend gewandelt.

Wo früher ein schönes Logo und der Begriff „klimaneutral“ ausreichten, herrscht heute eine strikte Nachweis- und Sorgepflicht.

Viele Unternehmen reagieren auf den steigenden regulatorischen Druck mit Greenhushing – sie tun Gutes, sprechen aber aus Angst vor Abmahnungen nicht mehr darüber.

Doch Schweigen wird zunehmend zum Risiko. Es führt zu Unsichtbarkeit bei Kunden, Banken und Talenten.

Wer den Anschluss verliert, läuft Gefahr, von Partnern und Zielgruppen zunehmend nicht mehr als zukunftsfähig wahrgenommen zu werden.

Wir bei Click A Tree zeigen Ihnen, warum die veränderten Spielregeln keine Kommunikationsverbote sind, sondern eine Chance für echte Vorreiter, ihre Nachhaltigkeitskommunikation nachvollziehbar, belegbar und compliance-freundlich aufzustellen.

Die zentrale Botschaft der neuen Regulierung

Die neue Gesetzgebung verbietet Nachhaltigkeitskommunikation nicht. Sie verlangt lediglich, dass Unternehmen belegen können, was sie behaupten.

Greenwashing und Wettbewerbsnachteile diskutiert

Keine Zeit zum Lesen, aber Bedarf, zu handeln?

Inhaltsverzeichnis

Das Phänomen Greenhushing: Wenn Angst den Fortschritt bremst

Laut verschiedenen Marktstudien beobachten Unternehmen zunehmend ein Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeitskommunikation und regulatorischer Sicherheit.

Die Folge ist Greenhushing – also das bewusste Zurückhalten von Nachhaltigkeitsinformationen aus Angst vor rechtlichen Risiken.

Dabei besteht die Herausforderung heute nicht darin, weniger zu kommunizieren, sondern präziser zu kommunizieren.

Wer aus reiner Vorsicht verstummt, läuft Gefahr, Marktanteile an Wettbewerber zu verlieren, die den Spagat zwischen Impact und Compliance erfolgreich meistern.

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Directive (EU) 2024/825: Das Ende der „Marketing-Nebelkerzen“

Die EU-Richtlinie Directive (EU) 2024/825 (oft als EMPCO-Initiative bezeichnet) markiert den Übergang von freiwilligen Versprechen zu rechtlich bindender Präzision.

Die Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie bis September 2026 in nationales Recht umsetzen. Unternehmen sollten sich daher bereits jetzt auf die neuen Anforderungen einstellen, da die konkrete Anwendung vom jeweiligen nationalen Umsetzungsrecht abhängt.

Was Unternehmen im Blick behalten müssen:

  • Strengere Bewertung von Begriffen: Pauschale allgemeine Umweltaussagen wie „umweltfreundlich“, „grün“ oder „nachhaltig“ werden künftig deutlich strenger bewertet und sind nur zulässig, wenn sie nachweisbar und belegbar sind. Sie suggerieren eine Ganzheitlichkeit, die selten der Realität entspricht.
  • Wichtig bei Kompensation: Produktbezogene Aussagen wie „klimaneutral“ oder „emissionsfrei“ dürfen nicht allein auf Kompensation außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette gestützt werden. Aufforstungsprojekte bleiben wertvoll – sie sollten jedoch als konkreter Beitrag zu Biodiversität, CO₂-Bindung und sozialem Impact kommuniziert werden, nicht als Ersatz für die eigene Emissionsreduktion.
  • Transparenz bei Siegeln: Nachhaltigkeitssiegel müssen künftig transparent, nachvollziehbar und auf einem anerkannten Zertifizierungssystem basieren. Rein unternehmenseigene Labels ohne nachvollziehbare Kriterien geraten deutlich stärker in den Fokus der Regulierung.

 

Der Click A Tree Weg: Wir unterstützen Sie dabei, weg von riskanten, rein CO₂-fokussierten Labels hin zu faktenbasierten Impact-Statements zu kommen.

Statt vager Werbeslogans kommunizieren Sie den realen, ganzheitlichen Wandel: „Wir fördern Biodiversität durch Wiederaufforstung, schaffen langfristige Arbeitsplätze vor Ort, unterstützen Unternehmerschulen in Ghana und finanzieren die Entfernung von Plastik aus Küstenregionen auf den Philippinen.“

Das ist präzise, messbar und compliance-freundlich.

2412 Click A Tree Team beim Aufforstungsprojekt in Ghana

Das Omnibus-Paket: Bürokratische Atempause, aber voller Marktdruck

Mit der verabschiedeten Richtlinie (EU) 2026/470 (bekannt als Omnibus-I-Änderung) hat die Europäische Union die Reißleine beim Bürokratieaufwand für CSRD und CSDDD gezogen („Stop the clock“).

Die Entlastungen auf legaler Ebene:

  • Gezielter CSRD-Fokus: Die formale Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung konzentriert sich nun vorrangig auf Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden und über 450 Millionen Euro Nettoumsatz.
  • Drastische Schwellenwerte bei der CSDDD: Die europäische Lieferkettenrichtlinie wurde noch stärker eingeschränkt. Sie greift künftig erst für Großkonzerne ab 5.000 Beschäftigten und mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz, wobei die Fristen bis Juli 2029 verschoben wurden. Zudem wurde die Pflicht zur Aufstellung separater Klimapläne aus der CSDDD gestrichen.
  • Entschlackung der EU-Taxonomie: Durch die Delegierte Verordnung (EU) 2026/73 wurde eine 10%-Wesentlichkeitsschwelle eingeführt. Aktivitäten, die weniger als 10 % des Umsatzes, CapEx oder OpEx ausmachen, können von der detaillierten Konformitätsprüfung ausgeschlossen werden.
  • Hinweis zu weiteren Initiativen: Andere Vorhaben wie die oft diskutierte Green Claims Directive gelten aktuell als politisch unsicher, da die Verhandlungen hierzu ausgesetzt wurden und sie nicht als geltendes Recht herangezogen werden können.

 

Das große Missverständnis: „Wir müssen also nichts tun?“

Ein fataler Trugschluss. Das Omnibus-Verfahren senkt zwar die gesetzlichen Hürden für den Mittelstand, verlagert den Druck aber komplett auf den Markt:

  1. Sustainable Finance (Der Bankenfaktor): ESG-Daten gewinnen bei Finanzierungsentscheidungen zunehmend an Bedeutung. Unternehmen mit belastbaren Nachhaltigkeitsdaten können ihre Risikoposition gegenüber Banken transparenter darstellen und erleichtern sich den Zugang zu Kapital.
  2. Der Lieferkettendruck bleibt: Die verbleibenden Großkonzerne müssen ihre Wertschöpfungsketten absichern. Sie fordern ESG-Informationen von ihren Zulieferern ein. Wer hier keine belastbaren ESG-Informationen liefern kann, riskiert Wettbewerbsnachteile oder wird bei Ausschreibungen und Lieferantenbewertungen benachteiligt – unabhängig von eigenen gesetzlichen Berichtspflichten.
  3. Wettbewerb & Employer Branding: Politische Debatten ändern nichts an den physikalischen Realitäten des Klimawandels. Kunden und neue Fachkräfte erwarten heute eine strategische Haltung statt Opportunismus.
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Der ESG-Fahrplan: Vom Risiko zum Wettbewerbsvorteil

Wie gehen Unternehmen nun sicher vor? Der ESG-Reifegrad eines Unternehmens bestimmt seinen Erfolg. Ein fundierter, compliance-freundlicher Prozess besteht aus drei Schritten:

  1. Wesentlichkeitsanalyse: Sie müssen nicht alles machen. Finden Sie heraus, welche Umwelt- und Sozialaspekte für Ihr Geschäftsmodell und Ihre Stakeholder wirklich zählen.
  2. VSME-Standard nutzen: Für den Mittelstand gibt es den VSME (Voluntary SME Standard). Dies ist ein freiwilliger, stark vereinfachter Berichtsstandard, der eine strukturierte Grundlage für die Bereitstellung von Nachhaltigkeitsinformationen gegenüber Banken, Kunden und anderen Stakeholdern schaffen kann.
  3. Datenbasierte Kommunikation: Bauen Sie Ihre Nachhaltigkeitskommunikation auf belastbaren KPIs auf. Nutzen Sie internationale Standards wie das GHG Protocol für Ihre Klimabilanz.
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Ihr Mehrwert durch Click A Tree

Nachhaltigkeit ist kein reines Compliance-Leid, sondern ein Hebel für Effizienz und Risikoreduktion. Click A Tree unterstützt Sie dabei, genau diesen Spagat zu meistern:

  • Nachvollziehbarer Impact: Unsere Projekte werden durch regelmäßige Dokumentation, Fotoberichte, Impact-Daten und Projektupdates transparent nachvollziehbar gemacht. Das liefert Ihnen genau die Bausteine, die Sie für Ihren VSME-Bericht oder Ihre Bankgespräche benötigen.
  • Ganzheitlicher Ansatz statt reiner Kompensation: Wir setzen auf langfristige ökologische und soziale Wirkung. Mit uns investieren Sie in die Wiederaufforstung, den Erhalt von Biodiversität, das Säubern von Küsten und die Schaffung von Arbeitsplätzen – Werte, die sich wunderbar und regelkonform im Nachhaltigkeitsbericht darstellen lassen.
  • Effizienz: Sie müssen das Rad nicht neu erfinden. Wir bieten Ihnen schlüsselfertige Impact-Lösungen, die sofort kommunizierbar sind – ohne das Risiko, unbegründete oder pauschale Versprechen abzugeben.
  • Wettbewerbsvorteile: Während Ihre Wettbewerber aus Angst schweigen (Greenhushing), zeigen Sie proaktiv Haltung. Wir helfen Ihnen, Ihre Geschichte ehrlich, transparent und wirkungsvoll zu erzählen.

Fazit: Die europäische Gesetzgebung blockiert keine Nachhaltigkeit, sie fordert Qualität statt Quantität.

Nutzen Sie die bürokratischen Erleichterungen des Omnibus-Verfahrens, um die gewonnene Zeit in echten, messbaren Impact zu investieren und mutig darüber zu sprechen.

Click A Tree: Sustainability as a Service - Profitable Nachhaltigkeit. automatisiert.

Hinweis: Dieser Text bietet eine allgemeine Information für das Marketing und stellt keine Rechtsberatung dar.

Quellen

Greenwashing, Directive (EU) 2024/825 & das Omnibus-Paket Click A Tree Ghana 3women with seedlings greenwashing,Directive,Omnibus

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Lassen Sie uns gemeinsam besprechen, wie wir Ihr Engagement so aufbereiten, dass es Ihre Marke stärkt und allen veränderten Anforderungen des Marktes standhält.

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